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Ehrung für Burkhard Rüpke und Hans Jörg Brandes

Da die Feierstunde im Rahmen der Besten Ehrung 2020 der Gemeinde Winsen (Aller) für „Besondere Verdienste“ wegen der Einschränkungen durch die Corona Pandemie nicht stattfinden konnte, übermittelte die Gemeinde Winsen (Aller) die Ehrungen und Glückwünsche, verbunden mit einem „Winsen Gutschein“ jetzt per Post.

v.l. Burkhard Rüpke, Monika Meyer, Hans-Jörg Brandes

Den feierlichen Teil der Ehrung können wir leider nicht ersetzen, aber auf die geplante Laudatio sollen die Geehrten nicht verzichten und deshalb veröffentlichen wir sie an dieser Stelle.

Laudatio zur Ehrung für Besondere Verdienste für die Allgemeinheit im Rahmen der Ehrenamtlichen Arbeit im DRK Ortsverein Winsen (Aller) e.V.

Bevor ich die beiden Mitglieder, die der DRK Ortsverein Winsen (Aller) e.V. zur Ehrung vorgeschlagen hat, vorstelle, möchte ich mich gerne bei der Gemeinde Winsen bedanken, dass sie es möglich macht, im Zeitalter der Selbstoptimierung und der verbreiteten Meinung, nur man selbst und seine Meinung sei wichtig, Leute zu ehren, die für die Gemeinschaft im Ehrenamt arbeiten und nicht darauf schauen, was das für sie selbst bringt.

Aber nun zu denen, die der DRK Ortsverein Winsen (Aller) e.V. ehren möchte und zwar im Doppelpack. Und das nicht nur deshalb, weil beide ungefähr zur gleichen Zeit in das DRK eingetreten sind, sondern, weil sie auch bisher immer beide als Team gearbeitet haben.

Angefangen hat es für Hans-Jörg Brandes und Burkhard Rüpke im Jahr 1975, d.h. beide sind seit 45 Jahren im DRK aktiv.

In ihrer Anfangsphase, also noch im zarten Alter von 15 bzw. 16 Jahren, unterstützten sie die damalige Erste-Hilfe-Ausbilderin Frau Kuthe bei der Ausbildung. Nach Aussage einer Zeitzeugin traten sie immer nur als Doppel auf und wurden deshalb auch schon mal „Max und Moritz“ genannt.

An den Wochenenden und in ihrer Freizeit haben sie weiterhin den damaligen hauptamtlichen Sanitäter im Ort, Herrn Dieter Rücker bei Einsatzfahrten unterstützt. In den 70er- und Anfang der 80er- Jahre gab es noch keine Rettungswachen. In einigen Orten gab es Sanitäter, die einen „Bulli“ hatten, mit dem dann Krankentransporte bzw. Rettungsdienste gefahren wurden und für einen einzelnen Rettungssanitäter ist das nicht einfach, deshalb war man für die Hilfe immer dankbar.

Burkhard Rüpke übernahm 1977 das damals noch junge Jugendrotkreuz für ein Jahr.

Beide waren während der 45 Jahre immer in der ortsansässigen Bereitschaft aktiv tätig.

In der Anfangszeit wurden in Kooperation mit den Ortsvereinen Oldau/Ovelgönne und Wietze Zugdienste abgehalten, sodass in diesen drei Gemeinden immer alle Veranstaltungen von den Ortsvereinen mit Sanitätsdienst versorgt werden konnten.

Letztendlich waren Burkhard und Jörg so gut wie jedes Wochenende irgendwo im Dienste des DRK unterwegs.

Auch heute hat sich daran für Bukhard Rüpke nicht viel geändert, außer dass er auch unter der Woche unterwegs ist, um Kurse zu geben.

Er ist seit 20 Jahren Stellvertretener Ausbildungsleiter im DRK Kreisverband Celle mit den Qualifikationen

  • Erste Hilfe-Ausbilder
  • Erste Hilfe am Kind
  • Fachdienstausbilder (Sanitätsaubildung)
  • Erste Hilfe mit Behinderten
  • psychologische Notfallversorgung

Dass er wegen der vielen Qualifikationen häufig gefragt ist, liegt auf der Hand. Die Koordination mit seinem Beruf als Pfleger bei Lobetal, der auch Schichtdienst erfordert, ist dabei natürlich nicht einfach.

Dazu kommt noch die Arbeit im Ortsverein, in der Doppelfunktion als 2.Vorsitzender und Leiter der Bereitschaft organisiert er nicht nur die Einsätze für die Vereine in Winsen, die durch den Mangel Aktiven bei der Bereitschaft wie in alten Zeiten wieder zusammen mit der Bereitschaft Hambühren-Oldau-Ovelgönne ausgeführt werden. Burkhard war beim Eschede-Unglück mit im Einsatz.

Er ist für die Organisation des Blutspendedienstes mit verantwortlich, er organisiert die Altpapiersammlung und ist in der Vorstandsarbeit immer für jede Hilfeleistung ansprechbar.

Wie Burkhard Rüpke ist auch Hans-Jörg Brandes gefühlt „schon immer“ im DRK oder wie er es ausdrückt: „Leute wie wir haben das Logo DRK auf den Hintern gebrannt.“ Auch er ist seit 45 Jahren für den DRK Ortsverein Winsen (Aller) e.V. aktiv. Anfangs, wie schon erwähnt im Doppelpack mit Burkhard Rüpke in der Bereitschaft, ist er seit 25 Jahren Schatzmeister des Ortsvereins, seit 11 Jahren in der Kreisbereitschaft als Stellvertretender Kreisbereitschaftsleiter und seit 2 Jahren als Kreisbereitschaftsleiter tätig.

Er ist als Ehrenamtlicher also sowohl für den Ortsverein als auch hauptberuflich für den Kreisverband in der Bereitschaft tätig. Durch seine berufliche Tätigkeit als Notfallsanitäter (höchste Qualifikationsstufe!) ist er zwar dafür hoch geeignet, aber durch die Schichtarbeit auch häufig belastet.

Dennoch ist er immer für den Ortsverein da, im Vorstand als Schatzmeister, bei der Blutspende und immer, wenn Hilfe gebraucht wird, z.B. als ich noch als Kollegin an der Realschule eine Betreuung bei einem JRK-Wettkampf für die Schulsanitätsgruppe der H-P-R brauchte, da ich dienstlich verhindert war, ist er sofort eingesprungen und hat mal wieder einen Samstag seines Privatlebens geopfert.

Beide zu Ehrenden haben diesen Dienst am Menschen, also hier auch den Dienst für die Menschen der Gemeine Winsen (Aller) aber nie als Opfer empfunden, sondern als etwas, das auch dem ehrenamtlich Tätigen Erfüllung bietet, indem man das Gefühl hat, mit seiner Hilfe gebraucht zu werden. Wir – der DRK Ortsverein Winsen (Aller) e.V. – hoffen, dass ihr uns mit euerer Tatkraft und eurem Engagement noch lange erhalten bleibt.

Wir und ganz besonders ich danken euch von Herzen.

Monika Meyer

1.Vorsitzende  

11. Januar 2021 10:51 Uhr. Alter: 48 Tage